Für uns im Praxisalltag bedeutet das: Frühzeitig erkennen, anpassen, begleiten.
🔹 1. Allgemeingesundheit beeinflusst Parodontalgesundheit
Ein dauerhaft erhöhter Blutzucker oder chronische Entzündungen wirken sich auf die Immunabwehr und die Wundheilung im Mundraum aus – das Parodontium reagiert empfindlicher und regeneriert schlechter.
🔹 2. Polypharmazie & Mundtrockenheit
Das Ergebnis: Xerostomie (Mundtrockenheit) ein stilles Risiko für Karies, Mukositis und Parodontitis.
💧 Speichelstimulation (Xylitkaugummis, zuckerfreie Kaubonbons)
🦷 Fluoridgel oder hochkonzentrierte Zahncreme
🌿 Empfehlung von Speichelersatzpräparaten und regelmäßige Kontrolle
🔹 3. Pflegebedürftigkeit & eingeschränkte Mundhygiene
Pflegende Personen sind meist unsicher, wie sie die Mundpflege korrekt durchführen sollen.
Besonders bettlägerige oder dementielle Patienten können Schmerzen nicht artikulieren, vermeiden die Mundöffnung oder verweigern die Pflege.
-
Eingeschränkte Motorik (z. B. bei Parkinson oder nach Schlaganfall)
-
Mundtrockenheit durch Medikamente oder Sauerstoffgabe
-
Schluckstörungen (Aspirationsgefahr!)
-
Entzündungen, Druckstellen, Prothesenprobleme
👉 Verwendung von weichen Zahnbürsten, Schaumstoffstäbchen oder Fingerlingen
👉 Prothesen täglich reinigen und nachts aus dem Mund nehmen
👉 Regelmäßige Kontrolltermine – auch im Pflegeheim!
🔹 4. Ernährung & Immunsystem
🥗 Auf ausreichende Zufuhr von Vitamin C, D und Eiweiß achten.
🥛 Bei Kauproblemen frühzeitig Ernährungsberatung empfehlen.


Neueste Kommentare